Leitbild
TRAUMA (be-)trifft UNS
INDIVIDUELL, TRANSGENERATIONAL , KOLLEKTIV
Nicht jede traumatische Erfahrung führt zu einer psychischen Erkrankung oder einer Traumafolgestörung. Sie hinterlässt jedoch immer Spuren – im Erleben, im Körper, in Beziehungen und in unserem Blick auf uns selbst und die Welt.
Trauma kann mit Erkrankungen und Symptomen im Sinne des ICD-11 oder DSM-V einhergehen, kann aber auch andere, nicht klassisch als Traumafolgestörungen definierte, psychiatrische Störungen wie z.B. Depressionen und Panikstörungen zur Folge haben;
Neben individuellen und transgenerationalen Traumafolgen beschäftigen wir uns auch mit den Auswirkungen kollektiver Traumatisierungen. Dazu zählen historische, gesellschaftliche und kulturelle Erfahrungen, die über Generationen hinweg nachwirken können. Dieses Forschungsfeld entwickelt sich kontinuierlich weiter und findet zunehmend Beachtung in Wissenschaft und Praxis.

Das Traumainstitut Salzburg widmet sich ausdrücklich diesen drei Dimensionen von Trauma und halten uns dabei an die jeweils aktuellen wissenschaftlichen Formulierungen der ExpertInnen in diesem Bereich.
Trauma verändert die Sicht auf uns, auf das Gegenüber und auf die Welt.
Traumatische Erfahrungen haben einen Einfluss darauf, wie wir die Welt sehen und wie wir mit ihr interagieren. Traumatische Erfahrungen können Einstellungen, Überzeugungen und Beziehungsmuster nachhaltig prägen und unser Denken, Handeln und Fühlen in tiefgreifender Weise beeinflussen
Viele Überzeugungen, Schutzstrategien und Beziehungsmuster entstehen als sinnvolle Anpassungsleistungen an belastende Erfahrungen. Was einst dem Überleben diente, kann später die persönliche Entwicklung, tragfähige Beziehungen oder ein selbstbestimmtes Leben erschweren.
Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass Veränderung möglich ist. Wenn traumatische Erfahrungen verstanden, eingeordnet und integriert werden können, entstehen neue Handlungsspielräume, mehr innere Freiheit und die Möglichkeit, Beziehungen bewusst und sicher zu gestalten.
DIE VISION:
Ich bin überzeugt, dass Wissen über Trauma nicht ausschließlich therapeutischen Berufen vorbehalten sein sollte.
Je mehr Menschen die Auswirkungen traumatischer Erfahrungen verstehen, desto größer werden Mitgefühl, Verständnis und die Fähigkeit, sichere Beziehungen zu gestalten.
Traumaaufklärung verstehen ich deshalb auch als Beitrag zu einer friedlicheren und menschlicheren Gesellschaft
ZIELE

Das Traumainstitut Salzburg möchte in Fort- und Weiterbildungen dazu beitragen, dass umfassendes Wissen über die möglichen Auswirkungen traumatisierender Ereignisse, sowie Methoden zur Verarbeitung und Integration traumatischer Erfahrungen weitergegeben werden.
Bewusstmachung, Identifikation und Reflexion traumageprägter Muster sind wesentliche Schritte auf dem Weg zu persönlicher Entwicklung und Integration. Unterschiedliche wissenschaftlich fundierte Methoden ermöglichen individuelle Wege der Verarbeitung und unterstützen die Entwicklung neuer Handlungsmöglichkeiten.
Trauma ist die Hölle auf Erden. Ein gelöstes Trauma ist ein Geschenk der Götter.“ – Peter A. Levine
KERNPRINZIPIEN
Aktualität und Forschungsbasierte Inhalte:
Unsere Fort- und Weiterbildungen orientieren sich an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Psychotraumatologie sowie angrenzender Fachdisziplinen.
Praxisorientierung:
Die Trainer*Innen im Institut verfügen neben traumaspezifischen Ausbildungen über langjährige praktische Erfahrung in Traumatherapie und -Beratung und gewährleisten damit auch die Vermittlung praxisnaher Inhalte zur Implementierung in den eigenen Lebens- und Arbeitsbereich
Ressourcenorientierung und Stärkung:
Im Zentrum unserer Arbeit steht die Ressourcenorientierung und Stärkung der individuellen Fähigkeiten. Durch die Fokussierung auf persönliche Stärken und Ressourcen fördern wir die Selbstwirksamkeit,Resilienz und nachhaltige Entwicklung.
Miteinander Wachsen – Voneinander Lernen
Trauma betrifft Menschen unabhängig von Herkunft, Kultur, Alter oder Profession. Unterschiedliche Perspektiven bereichern den gemeinsamen Lernprozess. Das Traumainstitut Salzburg versteht Vielfalt als Ressource und schafft Räume für respektvollen Dialog, gegenseitiges Lernen und fachlichen Austausch auf Augenhöhe.
Beziehung als Grundlage
Lernen und Entwicklung entstehen in sicheren Beziehungen. Deshalb legen wir besonderen Wert auf eine wertschätzende, traumasensible und respektvolle Lernatmosphäre. Sicherheit, Transparenz und gegenseitige Achtung bilden die Grundlage aller Fort- und Weiterbildungen des Traumainstituts Salzburg.