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Sexueller Missbrauch in Familie und Institutionen.

Sexueller Missbrauch in Familie und Institutionen

sexueller Missbrauch

Psychodynamik, Intervention und Prävention.

Das Wissen um die Psychodynamik des sexuellen Missbrauchs ist als Grundlage für Professionelle  im Vorfeld der aktiven Arbeit erforderlich, um das Verhalten sowohl von Betroffenen als auch von Tätern und Täterinnen besser einzuordnen und zu verstehen.

Eine möglichst gute Kooperation aller Verantwortlichen kann helfen, schnell und wirksam zu reagieren und als multiprofessionelles Team zu handeln.

Voraussetzung dazu ist ein gemeinsames Fachwissen.

Kinder und Jugendliche, die von sexuellem Missbrauch betroffen sind, unterliegen meistens der Geheimhaltungspflicht, die mit Stress, Hilflosigkeit und Ohnmacht einhergeht. Sie zeigen häufig spezifische Signale, die sich zu Symptombildungen ausweiten können.

Diese Signale und Symptome zu verstehen setzt voraus, dass Professionelle Kenntnisse über die Missbrauchsdynamik und  die Vorgehensweise der Täter und Täterinnen haben.

Inhalt:

  • Von der Planung bis zur Tat
  • Mädchen als Opfer – Jungen als Opfer
  • Mögliche Auswirkungen des sexuellen Missbrauchs auf die Opfer
  • Loyalitätskonfikte/ambivalentes Verhalten Betroffner
  • Interventionen
  • Hintergründe der Verleugnung bei Opfern, Tätern und begleitenden Systemen
  • Intervention bei
    • Missbrauch durch Jugendliche
    • sexuellen Übergriffen unter Kindern
    • sexuellem Missbrauch in Institutionen

Aufbau/ Methodik

Die Einführung in die Psychodynamik des sexuellen Missbrauchs beinhaltet die Interaktionsdynamik zwischen Opfern und Tätern/Täterinnen. Über den Missbrauchszyklus werden den Teilnehmenden die klassischen Strategien und Motivationen der TäterInnen vermittelt.

Die Vorstellung der Dynamik der Missbrauchsbeziehung und –situation soll die möglichen Auswirkungen des Missbrauchs, die Bewältigungsmechanismen und Verarbeitungsmöglichkeiten der Betroffenen aufzeigen.Ferner wird ein weiterer Schwerpunkt auf dem nicht reagierenden und/oder verleugnenden Umfeld liegen. 

In dieser  Veranstaltung werden Vorträge, Gruppenarbeiten, Fallbearbeitungen und Gesprächsübungen im Vordergrund stehen

Ziele:

  • Sensibilisierung der Professionellen
  • Vermittlung von Fachwissen
  • Interventionsmöglichkeiten bei Verdacht und bei Aussage Betroffener
  • Vernetzung mit dem Ziel der professionellen Zusammenarbeit
  • Hilfsangebote für Betroffene
  • Hilfsangebote für Täter und Täterinnen
  • Prävention

Mechthild Gründer

Dipl. Sozialarbeiterin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Opfer- und Tätertherapeutin
Lehrbeauftragte
Therapeutische Arbeit mit Betroffenen von sexuellem Missbrauch.Täterspezifische therapeutische Arbeit mit jugendlichen Tätern und Täterinnen sexueller Gewalt

Fachbuchautorin:
Wie man mit Kindern darüber reden kann (1994);
Interventionsschritte bei sexuellem Missbrauch durch Mitarbeiter in Institutionen der Jugendhilfe, in: Jörg M. Fegert, Mechthild Wolff (Hrsg.) (2002); 
Äpfel schmecken besser als Angst (2009); 
Sexueller Missbrauch in Familie und Institutionen (2013)


ZIELGRUPPE:

KJH-Fachkräfte, Lebens- und Sozialberater*innen, Pädagog*innen, Psycholog*innen, Pflege- und Adoptiveltern, Psychotherapeut*innen, Sozialarbeiter*innen, Sozialpädagog*innen, Psychologische Berater*innen,

ANERKENNUNG:

Das Seminar wird vom ÖBVP als Fortbildung für PsychotherapeutInnen gemäß der Fort- und Weiterbildungsrichtlinie für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) im Ausmaß von insgesamt sechszehn Arbeitseinheiten (16 AE) anerkannt.

Die Veranstaltung wird durch den Berufsverband Österreichischer PsychologInnen I BÖP als Fort- und Weiterbildungsveranstaltung gemäß Psychologengesetz mit 64 EH anerkannt.

TERMINE

Do. 17.10. 2024: 10:00 – 17:30
Fr. 18.10. 2024: 9:30 – 17:30

17. Oktober | 10:00 17:30

ANMELDESCHLUSS

05.09.2024


KOSTEN:

360 € inkl. 20 % MwSt.

ORT: INAMA Institut

ANMELDUNG:

Sexueller Missbrauch 2024