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Das Traumainstitut Salzburg bietet ein vielfältiges Angebot an Aus- und Weiterbildungen sowie Veranstaltungen rund um das Thema Trauma für verschiedene Zielgruppen an.

  • Fort- und Weiterbildungen für Fachkräfte: Diese Programme richten sich an Professionist*innen, die mit potenziell von Traumafolgen betroffenen Menschen arbeiten. Die Anwendung der erlernten Inhalte erfolgt eigenverantwortlich im Rahmen dessen, wozu die individuell erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung befähigt und berechtigt.
  • Fort- und Weiterbildungen für offene Gruppen: In diesen Kursen können Teilnehmende Fachwissen der Psychotraumatologie, präventive Methoden zur Stressregulation sowie den Umgang mit traumabedingtem Verhalten erwerben. Dieses Wissen kann zum Verstehen, zur Selbsterfahrung und zur Selbstanwendung genutzt werden.

Die spezifischen Zielgruppen, sowie Zertifizierungsmodalitäten und Anerkennungen werden in den Ausschreibungen der einzelnen Angebote angegeben.

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Persönliche Grenzen, Kontakt und Beziehungsgestaltung

Persönliche Grenzen, Kontakt und Beziehungsgestaltung

Ja und Nein – Klarheit, die von Herzen kommt

Sowohl im privaten wie auch im beruflichen Leben ist die Fähigkeit, persönliche Grenzen achtsam wahrzunehmen, zu setzen und zu respektieren, eine wesentliche Voraussetzung für eine echte Beziehung zu uns selbst und anderen.

Ein Mangel an Sensibilität durch wichtige Bezugspersonen, belastende Lebensereignisse sowie wiederholte oder chronische Verletzungen der individuellen Würde infolge der Missachtung persönlicher Grenzen, können das subjektive Empfinden von Sicherheit, Verbundenheit und Vertrauen erheblich beeinträchtigen

Die Erfahrung zeigt, dass wir durch das bewusste Einnehmen unseres persönlichen Raumes und die Aufrechterhaltung klarer und kohärenter Grenzen wieder eine Verbindung zu uns und unserer Erfahrung im Hier und Jetzt herstellen können. Dies ist unerlässlich, um die vorwegnehmenden Tendenzen unseres Gehirns zu unterbrechen, ein Gefühl für Sicherheit zurückzugewinnen und kreative Selbstregulierung und -gestaltung zu entwickeln.

Persönliche Grenzen bieten uns Orientierung, Schutz und Containment. Sie helfen uns, in unserer Mitte zu bleiben, Ängste zu verringern und Beziehungen zu fördern, die echte Nähe und Wohlbefinden ermöglichen. Sie sind von Natur aus flexible Prozesse, die wir kontextabhängig im Kontakt mit unserem Körper, unseren Gefühlen und Impulsen mit einem Gegenüber von Moment zu Moment anpassen. Mit innerer Übereinstimmung können wir aus ganzem Herzen klar Ja oder Nein sagen, und auch alle Zwischentöne, Ambivalenzen und innere Konflikte erkennen. So haben wir die Freiheit, uns für Beziehungen zu öffnen oder uns zurückzuziehen, um uns vor emotionalen oder körperlichen Verletzungen zu schützen.

Teilnehmende, die in therapeutischen, beratenden oder pädagogischen Berufen arbeiten, profitieren davon, sich ihrer eigenen Grenzen bewusst zu werden. Diese Selbstreflexion trägt wesentlich zur Prävention von Burnout und sekundärer Traumatisierung bei. Zudem unterstützt ein klareres Bewusstsein für die eigenen persönlichen Grenzen eine feinfühligere Beziehungsgestaltung.

Der Workshop umfasst Vorträge, Diskussionen, interaktives Erkunden, achtsamkeitsbasierte Selbsterforschung sowie praxisorientierte Übungen. Ziel ist es, bestehende Strategien im Umgang mit persönlichen Grenzen – sowohl im eigenen Erleben als auch im Kontakt mit anderen – zu reflektieren, die zugrunde liegende Klarheit und die damit einhergehenden inneren Konflikte zu würdigen, und so neuen Spielraum bei der Beziehungsgestaltung zu entwickeln.

Themenschwerpunkte::

  • Entwicklung von Sensibilität sowie eines reflektierten Umgangs mit unterschiedlichen Aspekten von Beziehungs- und Abgrenzungsdynamiken
  • Praktische Übungen zum Erleben, zur Wiederherstellung und Förderung verkörperter Grenzen, sowohl im persönlichen wie auch im fachlichen Kontext
  • Der psychobiologische Prozess der Ausbildung individueller und energetischer Grenzen aus entwicklungspsychologischer Sicht
  • Der persönliche Raum: körperliche, relationale, kulturelle und soziale Aspekte
  • Reflexion persönlicher Entwicklung im Kontext des individuellen beruflichen Hintergrunds der Teilnehmenden
  • Möglichkeiten für Supervision: fachliche Herausforderungen in Bezug auf Beziehungs- und Abgrenzungsdynamiken in therapeutischen, beratenden und pädagogischen Prozessen

Michael Mokrus

Michael Mokrus ist freiberuflich in eigener therapeutischer Praxis tätig und unterrichtet international als Lehrer, Dozent und Supervisor verschiedene achtsamkeitsbasierte körper-, psycho- und traumatherapeutische Weiterbildungen für Fachkräfte in therapeutischen Berufen. 

Ursprünglich aus der von osteopathischer Medizin und dem humanistischen Menschenbild beeinflussten Körperpsychotherapie kommend, lehrt er heute die dem aktuellen neuroaffektivem Wissen entsprechenden Methoden von NARM und SomatoSensibler Psychodynamik (SSP)

  • Zertifizierter SE-Therapeut, NARM-Therapeut, ISP-Therapeut
  • Langjährige kontinuierliche Lehrassistenz und Mitarbeit im Fortbildungs- und Supervisionsteam von
    • Somatic Experiencing (SE) nach Dr. Peter Levine,
    • Integraler Somatischer Psychologie (ISP) nach Raja Selvam PhD PhD  
    • NeuroAffektiven Beziehungsmodell (NARM) nach Laurence Heller PhD. 
  • NARM-Master-Therapeut , Mitglied der NARM-Fakultät und zertifizierter NARM-Lehrer

Zielgruppe:

Der Workshop ist konzipiert als Fortbildungsveranstaltung für Therapeut:innen sowie Fachkräfte aus dem Bildungs- und Sozialbereich. Zudem richtet sich das Angebot an einzelne Personen und Paare, die ihr Verständnis für das Thema vertiefen und ihre Kompetenzen im Bereich Beziehungskompetenzen weiterentwickeln möchten.

Dauer
4 Tage

Anerkennung:

Ein positiver Abschluss berechtigt zur Anwendung der erlernten Inhalte und Methoden im Rahmen der erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung sowie der damit verbundenen Berufsberechtigung. Bitte beachten Sie den Diagnose- und Behandlungsvorbehalt der gesetzlich geregelten Gesundheitsberufe, der festlegt, wer befugt ist, Krankheiten oder krankheitswertige Störungen zu untersuchen, festzustellen und zu behandeln.

Um Anerkennung durch die Fachverbände wird angesucht.

Termine

30.10.2027 – 02.11.2027

Sa – Mo 10.00 – 13.00 und 15.00 – 18.00
Di von 9.30 Uhr – 13.00 und 14.00 – 16.00


30. Oktober 2027 | 10:00 18:00

Ort:

BioArt Campus Seeham

Für Unterkunft und Verpflegung ist selbst Sorge zu tragen.
Eine sehr gute Suchplattform aus der Umgebung ist das : https://www.salzburger-seenland.at/info#/unterkuenfte

Nach fußläufiger Entfernung sortiert:

Hotel Landgasthof
Hotel Walkner
Aicherbauer
Pension-Obertrum

Gasthof Schiessentobel – bei Anreise mit dem eigenem Auto

Einen guten Fahrplan für die Anreise per Bus finden Sie unter: https://fahrplan.salzburg-verkehr.at/

Kosten

€  745

Anmeldung

2027: Gesunde Grenzen