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- Fort- und Weiterbildungen für Fachkräfte: Diese Programme richten sich an Professionist*innen, die mit potenziell von Traumafolgen betroffenen Menschen arbeiten. Die Anwendung der erlernten Inhalte erfolgt eigenverantwortlich im Rahmen dessen, wozu die individuell erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung befähigt und berechtigt.
- Fort- und Weiterbildungen für offene Gruppen: In diesen Kursen können Teilnehmende Fachwissen der Psychotraumatologie, präventive Methoden zur Stressregulation sowie den Umgang mit traumabedingtem Verhalten erwerben. Dieses Wissen kann zum Verstehen, zur Selbsterfahrung und zur Selbstanwendung genutzt werden.
Die spezifischen Zielgruppen, sowie Zertifizierungsmodalitäten und Anerkennungen werden in den Ausschreibungen der einzelnen Angebote angegeben.
Somatische Emotionale Integration SEI® – nach Darmi Charf
Somatische Emotionale Integration SEI® – nach Darmi Charf

Grundlagen der Arbeit mit SEI® nach Darmi Charf zur Integration von Bindungs- und Entwicklungstraumatisierung
Entwicklungstrauma ist eine der häufigsten und zugleich am wenigsten sichtbaren Ursachen für
psychisches Leiden. Es entsteht meist in frühen Lebensphasen, oft jenseits unserer bewussten
Erinnerung, und prägt tiefgehend, wie wir uns selbst erleben, wie wir Beziehungen gestalten und
wie wir mit Herausforderungen umgehen. Viele dieser frühen Verletzungen sind leise, kaum greifbar – und dennoch wirken sie bis ins Erwachsenenleben hinein fort.
Menschen mit Entwicklungstrauma fühlen sich häufig innerlich abgeschnitten: von ihrem Körper, ihren Gefühlen
und von anderen.
Nach außen wirken sie oft funktional, doch innerlich fehlt es an Lebendigkeit, Verbundenheit und einem stabilen Gefühl von sich selbst. Diese Form der Abspaltung zeigt sichunter anderem in Schwierigkeiten mit Selbstregulation, erhöhter Stressanfälligkeit und herausfordernden Beziehungsmustern.
Die Arbeit mit Entwicklungstrauma erfordert daher ein Umdenken.Denn die zugrunde liegenden Prägungen sind nicht primär sprachlich gespeichert, sondern im Körper und im Nervensystem verankert. Klassische kognitive oder gesprächsorientierte Ansätze stoßen hier oft an ihre Grenzen. Sie können zwar Zusammenhänge verständlich machen, erreichen jedoch selten die tieferen, impliziten Schichten, in denen diese Erfahrungen gespeichert sind.
Ein zentraler Schlüssel liegt deshalb in der Einbeziehung des Körpers. Der Körper trägt Erinnerungen und Ausdrucksformen, für die es oft keine Worte gibt. Über körperorientierte Zugänge können diese Erfahrungen behutsam ins Bewusstsein gebracht und neu integriert werden.
Dabei geht es nicht nur um das Verstehen von Verletzungen, sondern vor allem um das Erleben neuer, korrigierender Erfahrungen. Ebenso entscheidend ist die therapeutische Haltung.
Heilung geschieht nicht allein durch Methoden oder Techniken, sondern vor allem durch Beziehung. Ein sicherer, resonanter Raum, in dem Menschen sich nicht nur verstanden, sondern wirklich gesehen und gefühlt erleben, bildet die Grundlage für Veränderung. Dies erfordert vonTherapeut*innen Präsenz, Empathie, Klarheit und die Bereitschaft, sich auch mit den eigenen Mustern und Bindungserfahrungen auseinanderzusetzen. Bindung spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Viele Verletzungen entstehen in frühen Beziehungserfahrungen – und genau dort kann auch Heilung stattfinden. Eine bindungsorientierte Arbeitsweise ermöglicht es, neue Beziehungserfahrungen zu machen, Sicherheit zu erleben und Vertrauen in sich selbst und andere wieder aufzubauen ist das Herzstück dieser Arbeit.
Inhalt:
- Grundlagen von Entwicklungstrauma und dessen Auswirkungen
- Unterschied zwischen Schocktrauma und Entwicklungstrauma
- Körperliche Speicherung von Trauma
- Einführung in körperorientierte Zugänge (somatische Arbeit)
- Bedeutung von Bindung und Beziehung in der Traumaarbeit
- Rolle der therapeutischen Haltung und Präsenz
- Verständnis von Selbstregulation und deren Förderung
- Einführung in die SEI®-Methode und ihren Ansatz
Aufbau/ Methodik:
Der Workshop ist praxisnah und erfahrungsorientiert aufgebaut und verbindet fachliche Impulse
mit direktem Erleben. Kurze Impulsvorträge vermitteln zentrale Grundlagen zu Entwicklungstrauma, Körperarbeit und therapeutischer Haltung und schaffen einen gemeinsamen Bezugsrahmen für die weitere Arbeit.
Im Mittelpunkt steht jedoch die praktische Erfahrung:
In Übungen zur Selbsterfahrung werden die Inhalte unmittelbar spürbar und erfahrbar gemacht. Die
Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, eigene körperliche Prozesse wahrzunehmen, zu
reflektieren und erste Zugänge zur Arbeit mit dem Nervensystem kennenzulernen.
Kleingruppenarbeit bietet Raum für Austausch, Vertiefung und das Ausprobieren erster
Interventionen in einem geschützten Rahmen. Im Plenum werden Erfahrungen
zusammengetragen, eingeordnet und gemeinsam reflektiert.
Der Fokus liegt bewusst auf „weniger Theorie, mehr Praxis“. Ziel ist es, nicht nur ein kognitives Verständnis zu entwickeln, sondern ein verkörpertes Erleben zu ermöglichen. So entsteht ein lebendiger Lernraum, in dem neue Perspektiven, Erfahrungen und konkrete Impulse für die eigene Arbeit integriert werden können.
Ziele:
Entwicklungstrauma besser erkennen und verstehen
- Tieferes Verständnis für die Ursachen von Symptomen gewinnen
- Sicherheit im Umgang mit traumatisierten Klient*innen entwickeln
- Körperorientierten Interventionen kennenlernen
- Therapeutische Beziehung bewusster und wirksamer gestalten
- Eigene Haltung und Präsenz als zentrales Werkzeug reflektieren
- Klient*innen in ihrer Selbstregulation unterstützen können
- Räume für neue, korrigierende Erfahrungen schaffen
- Verbindung zum Körper und zur eigenen Lebendigkeit fördern

Andrea Silwanus
- langjährige Körper(psycho)therapeutin mit eigener Praxis und begleitet Menschen mit einem besonderen Fokus auf Entwicklungstrauma.
- Sie leitet Lebensprozessgruppen im Team von Dami Charf (SEI®) und unterrichtet in der SEI®-Fortbildung.
- Ausbildungen:
- u.a.zertifizierte SEI®-Therapeutin,
- Foundation- und Practitionertraining – körperorientierte Psychologie und Analyse,
- Bodynamic International,
- Bindungsbasierte Beratung und Bindungspsychotherapie – (BBT) bei Prof. K. H. Brisch
” Ihre Arbeit ist geprägt von Präsenz, Klarheit – und einer guten Portion Humor, denn auch tiefe Prozesse dürfen manchmal leicht sein. Die Verbindung von Trauma und Körper erforscht sie mit Neugier, Tiefe und echtem Herzblut.”
ZIELGRUPPE:
PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, Lebens – und SozialberaterInnen und alle Menschen, die beratend oder begleitend tätig sind.
Berechtigung:
Der Workshop berechtigt zur Anwendung der erlernten Inhalte und Methoden im Rahmen der erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung sowie der damit verbundenen Berufsberechtigung.
Bitte beachten Sie den Diagnose- und Behandlungsvorbehalt der gesetzlich geregelten Gesundheitsberufe, der festlegt, wer befugt ist, Krankheiten oder krankheitswertige Störungen zu untersuchen, festzustellen und zu behandeln.
ANERKENNUNG:
Um Anerkennung durch die Berufsverbände wird angesucht.
Die Veranstaltung kann für Teilnehmer*Innen als Gruppenselbsterfahrung angerechnet werden.
TERMIN
Fr: 24.09.2027 : 10:00 – 18.00
Sa:25.09.2027: 09:00 – 17:00
24. September 2027 | 10:00
KOSTEN:
385 €
ORT: Seminarzentrum BioArtCampus
Für Unterkunft und Verpflegung ist selbst Sorge zu tragen.
Eine sehr gute Suchplattform aus der Umgebung ist das : https://www.salzburger-seenland.at/info#/unterkuenfte
Nach fußläufiger Entfernung sortiert:
Hotel Landgasthof
Hotel Walkner
Aicherbauer
Pension-Obertrum
Einen guten Fahrplan für die Anreise per Bus finden Sie unter: https://fahrplan.salzburg-verkehr.at/
